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Kombu Schal



Strickanleitung – Anmerkungen:
Dieses Muster ist ein Geschenk für jeden, der zuviel Zeit mit dem Stricken vonschönen, aber langweiligenkrausgestrickten Schals verbracht hat. Ich habe eine ganze Reihe von diesen gestrickt und suchte etwas Interessanteres als Gegenmittel. Der Kombu Schal war das Ergebnis.
Ich hatte einen Strang Schaefer Yarn “Little Lola” zur Hand. Die Farbe (handgefärbt) erinnerte mich an ein Foto aus einer Ausgabe von “National
Geographic” – der Blick auf einen sonnenbeschienenen Seetang-Wald unter Wasser vor der Küste bei Monterey, Kalifornien. Dieses Bild von wogenden, gefleckten Grün- und Brauntönen inspirierten diesen Schal und seinen
Namen. Kombu ist das japanische Wort für Seetang; ich fand, es klingt angenehmer als der englische Ausdruck.
“Little Lola” ist 100% Merinowolle und ergibt laut Herstellerangabe eine Maschenprobe von 20 Maschen auf 10 cm, obwohl es mir mit 22 Maschen auf 10 cm besser gefällt. Dieses Merinogarn ist weich und angenehm zu tragen. Es ist handgefärbt. Keine zwei Knäule gleichen sich, nicht einmal wenn sie dieselbe Farbnummer haben. Selbst wenn Ihr zufällig dieselbe Farbe findet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß Euer Schal anders aussehen wird. Das gehört zum Vergnügen an diesen kunsthandwerklichen Garnen; alles, was man strickt ist einmalig.
Dieser Strang enthielt übrigens mehr verschiedene Farben als andere derselben Sorte, die ich für andere Projekte verwendet hatte. Der Braun-Grün-Zyklus reichte immer nur für wenige Maschen, bevor sich die Farbe änderte. Die Farben verliefen wunderschön ineinander, ohne starke Kontraste oder verwaschene Bereiche. Wenn Ihr kein
handgefärbtes Garn zur Verfügung habt, sieht das Muster aber auch in einfarbiger Wolle oder einem Wollgemisch sehr schön aus, vor allem wenn es ein glattes Garn ist, weich genug, um es direkt auf der Haut zu tragen. Weil die Zackenkante des Schals gleich mit angestrickt wird, muß man nichts nähen. Was man können sollte: Zwei oder
drei Maschen zusammenstricken oder überzogen zusammenstricken, einen Umschlag machen, Maschen aus einer Kante aufnehmen und über eine Gruppe von offenen Maschen anstricken. Also dasselbe, was man für etwas schwierige Lochmuster benötigt, und deshalb könnte es eine schöne Einführung für diejenigen sein, die sich immer schon mal mit Loch- und Spitzenmustern beschäftigen wollten.
Material:
Ein Paar Stricknadeln oder eine Rundstricknadel Stärke 3,5 mm, oder die fürs Garn erforderliche Stärke. Ein Strang Schaefer Yarns “Little Lola” (113 g, 256 m) oder etwa 150 g mittelstarke Wolle, ca. 90 m/50 g.
Zwei Maschenmarkierer, möglichst in verschiedenen Farben. Eine stumpfe Sticknadel zum Vernähen.
Besondere Hinweise:
Folgende Abkürzungen werden verwendet:
Vorderseite des Gestricks Rückseite des Gestricks
re str = rechts stricken li str = links stricken
li str = links stricken re str = rechts stricken
U = Umschlag (ein Loch bilden, indem man das Garn einmal über die Nadel legt, ohne zu stricken)
M = Masche
R = Reihe
M1 = den Querdraht zwischen der gerade gestrickten und der nächsten Masche verschränkt abstricken. Man kann auch
jede beliebige andere Zunahmetechnik verwenden, die kein Loch erzeugt.

2 M re zus str = 2 Maschen rechts zusammenstricken (von links in beide Maschen einstechen und zusammen rechts abstricken).
3 M re zus str = 3 Maschen rechts zusammenstricken (von links in alle drei Maschen einstechen und zusammen rechts abstricken).
3 M überz zus str = 3 Maschen überzogen zusammenstricken (nacheinander drei Maschen einzeln wie zum Rechtsstricken abheben, die linke Nadelspitze wieder in diese 3 Maschen führen und sie nun zusammen rechts abstricken). Das ergibt eine Abnahme spiegelbildlich zu 3 M re zus str.
1 M li abh = 1 Masche wie zum Linksstricken abheben, also von rechts einstechen und die M ungestrickt auf die rechteNadel nehmen.
Maschenprobe
16 Maschen 1 re 1 li messen etwa 5 cm.
Fertige Maße des Schals: Etwa 140-150 x 13 cm
Muster

Untere Kante:
4 M anschlagen.
R 1: 1 re, U, 1 re, U, 1 re (6 Maschen auf der Nadel)
R 2 und 4: re str
R 3: 2 re, U, 2 re zus str, U, 2 re (7 Maschen auf der Nadel)
R 5: 3 re, U, 2 re zus str, U, 2 re (8 M auf der Nadel)
R 6: 4 M abketten, 3 M str (4 M bleiben übrig).
R 1-6 wiederholen, bis sieben Zacken gestrickt sind. Beim Beenden der letzten Zacke 7 M abketten, so daß nur 1 M übrigbleibt.
Schal-Hauptteil
30 M gleichmäßig verteilt über die gerade Kante der soeben gestrickten Zacken aufnehmen. Dabei Maschenmarkierer wie folgt setzen: 3 M aufnehmen, Markierer. 23 M aufnehmen. Markierer, 4 M aufnehmen. Farbe des ersten Markierers beachten. Mit ihm beginnen alle Hinreihen. Der andere Markierer erinnert Euch daran, daß ihr in einer Rückreihe seid.


Die seitlichen Zacken werden zusammen mit dem Mittelmuster gestrickt. Sie sind um eine R gegeneinander versetzt.
Jede R beginnt deshalb mit einer geraden Reihe des Zackenmusters (normalerweise nur rechte M) und ended mit einer ungeraden Reihe des Zackenmusters. Das Zackenmuster wiederholt sich unabhängig vom Mittelmuster. Es ist sowohl im
Diagramm als auch in der Tabelle unten angegeben.
Falls Ihr den Adobe Acrobat Reader benötigt, um das Diagramm anzusehen, findet ihr das Programm <<hier>> kostenlos.

Mit dem Stricken fortfahren, bis neuneinhalb Rapporte gestrickt sind. Jetzt von R 15 an nur noch über 21 M in der Mitteund 1 re, 1 li stricken. In R 17 werden für die Zacke am Reihenanfang 4 M abgekettet. Am Ende der Reihe sind auf der Nadel 4 M, ein Markierer, 21 M, ein Markierer und 8 Mt.

Obere Zackenkante und Ausarbeiten
4 M wie gewohnt am Anfang der nächsten R für die letzte Seiten-Zacke abketten. Auf der Nadel sind jetzt 4 M, Markierer,
21 M, Markierer und 4 M. 3 M aufschlingen. Es werden jetzt die oberen Zacken nacheinander über die offenen Maschen gestrickt, die gerade nicht benötigten offenen Maschen liegen still.
R 1: 3 re, 3 re zus str (die 3 re zus enthalten Zacken-M und 2 ruhende M), wenden.
R 2: 1 M li abh, U, 1 re, U, 2 re
R 3: 5 re; 2 re zus str (d.h. 1 M Zackenkante, 1 ruhende M). Wenden.
R 4: 1 M li abh, 1 re, U, 2 re zus str, U, 2 re
R 5: 6 re, 2 re zus str (d.h. 1 M Zackenkante, 1 ruhende M). Wenden.
R 6: 1 M li abh, 2 re, U, 2 re zus str, U, 2 re
R 7: 4 M abketten. 2 re, 3 re zus str (d.h. 1 M Zackenkante, 2 ruhende M). Wenden.
R 2-7 wiederholen, bis Ihr 7 Zacken gestrickt habt. Dabei die allerletzte Reihe wie folgt stricken:
6 M abketten. 3 M re zus str. vorherige M über die letzte M ziehen, so dass nur 1 M auf der Nadel bleibt. Faden
durchziehen, abschneiden und alle Fadenenden vernähen.

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